Wir machen wieder Winterpause!

Ab sofort ist unser Museum wieder in der Winterpause! Wir haben nun Zeit die Ausstellung umzustellen, zu verändern und optimieren oder einfach nur in Ruhe über Kontextualisierung u. a. nachzudenken. Wir öffnen wieder am Sonntag, 1. März 2020, von 11 – 17 Uhr.

 

Sonderöffnungen sind nach Vereinbarung für Gruppen möglich, bitte wenden Sie sich an guide@museum-huertgenwald.de .

Erinnerungsorte als "Außerschulische Lernorte"

Kostenloses Angebot für Schulkassen der Region

Für Schulklassen bieten wir eine interessante Kooperation an, lesen Sie dazu bitte weiter unter diesem Link.

US-Veteran George F. Mills zu Besuch im Museum

v.l.: Museumsmitarbeiter Michael Nietan, George F. Mills, Museumsmitarbeiterin Andrea Vitz und Museumsmitarbeiter Tobias Kreuzmann
v.l.: Museumsmitarbeiter Michael Nietan, George F. Mills, Museumsmitarbeiterin Andrea Vitz und Museumsmitarbeiter Tobias Kreuzmann

Es war schon ein ganz besonderer Moment, als unverhofft der US-Veteran George F. Mills aus Huntsville, Alabama am Sonntag, 08.09.2019, das Museum „Hürtgenwald 1944 und im Frieden“ in Vossenack betrat!
George Mills, der vor 75 Jahren in Vossenack gekämpft hat, um die Welt von Nazideutschland zu befreien, kehrt nun wieder an den Ort des schrecklichen Geschehens zurück.
Für die Ehrenamtler vor Ort sind es genau diese Momente, in denen sich all die unzähligen Stunden Arbeit, die sie in ihrer Freizeit in den letzten zwanzig Jahren investiert haben, als richtig und wichtig erweisen, sagt Dieter Heckmann, der an diesem Tag Dienst im Museum hatte.
Zum wiederholten Mal fand im Museum so eine aktive Versöhnung mit einem der ehemaligen Kriegsgegner statt.
Als George Mills anfing seine Erlebnisse im Hürtgenwald 1944 zu schildern, waren alle anwesenden Mitarbeiter und Museumsgäste emotional berührt.
Er diente in der 28. Infanterie-Division, die im Hürtgenwald schreckliche Verluste erleiden musste. Ihr Divisions-Abzeichen (siehe Bild) erhielt später inoffiziell den Namen „Blutiger Eimer“, da die Form an einen Eimer erinnert und die Farbe rot mit dem Blut, welches Tausende der Soldaten vergossen, in Verbindung gebracht wurde.
Es ist immer wieder unvorstellbar, dass in der heute so wunderschönen Landschaft rund um Vossenack vor genau 75 Jahren grausiges, tausendfaches sinnloses Töten stattfand, wobei der Ausgang des Krieges ja bereits absehbar war.
Umso erstaunlicher und erfreulicher ist es, dass der US-Veteran George Mills – wie bereits andere US-Veteranen vor ihm – das ehrenamtlich geführte Museum in Vossenack nicht nur aufsuchte, sondern es auch in den höchsten Tönen lobte. „Dies ist das beste Museum das ich je gesehen habe und eins ist ganz wichtig: Im Krieg gewinnt niemand!“
Bis in die späten Abendstunden hatten die Museumsmitarbeiter die Ehre, sich mit dem US-Veteranen George Mills und seinen Begleitern bei einem gemeinsamen Abendessen intensiv auszutauschen.
Am Ende wurden die Kontaktdaten ausgetauscht, denn man nahm sich vor, auch weiterhin in Verbindung zu bleiben.

Eröffnungstag mit über 300 Gästen erfolgreich

Vossenack. "Einer nach dem anderen stirbt bei den Angriffen, im Trommelfeuer oder im Kampf Mann gegen Mann. Schließlich wird auch Paul Bäumer kurz vor Ende des Krieges tödlich getroffen, an einem Tag, der so ruhig und so still war, dass der Heeresbericht sich auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden.“ Derart endet eines der bekanntesten Antikriegsbücher, geschrieben von Erich Maria Remarque; der Titel: "Im Westen nichts Neues." Bekanntermaßen war der Westen, speziell die Grenzregion der Eifel, immer einer der Hauptschauplätze von Kriegen, extrem die Ereignisse im Zweiten Weltkrieg. Unfassbar viele Menschen fanden etwa im Hürtgenwald den sinnlosen Tod. Mit den Jahren kamen die Andenken an die Verstorbenen und an eine Zeit, die nie wieder kommen darf, ans Tageslicht. Der Grundstock der Ausstellungsstücke, die von der Gemeinde Hürtgenwald aus dem Nachlass des ehemaligen "Museum 1944" in Kleinhau seinerzeit erworben wurden, ist durch weitere Exponate vom Geschichtsverein erheblich erweitert worden und umfasst Gegenstände der deutschen und der amerikanischen Armee aus den Jahren 1944/45. Es sind durchweg Fundstücke und Leihgaben aus dem Umland des Hürtgenwaldes. Zunächst lag der bereits erwähnte Grundstock der Objekte in Vossenack im Rathauskeller, dann in einem Hotel. Aufgrund des angemessenen Umgangs mit der Historie wurde der Geschichtsverein Hürtgenwald, dessen Vorsitz Rainer Valder bekleidet, mit der Aufarbeitung und der Präsentation der Objekte betraut. 2001 wurde das Museum "Hürtgenwald 1944 und im Frieden" eingerichtet. Dort zeigen die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vereins die von ihnen aufgearbeiteten Objekte, Bilder und Briefe, die Geschichte erzählen und Geschichte plastisch werden lassen. Besucher können sich entweder von Referenten die Ausstellung erläutern oder von einem akustischen Guide in Deutsch oder Englisch begleiten lassen. Ähnlich wie im Roman "Im Westen nichts Neues" werden die Geschehnisse im Detail dargestellt, fokussiert und so auf ergreifende Weise emotional fassbar gemacht. Geschichte erhält Gesichter, die einen fragend anschauen und tonlos alle dasselbe Wort formulieren: "Warum?"

"Objekte erzählen Geschichte, so lautet die Überschrift, unter der wir vom Geschichtsverein unsere Aufgabe sehen, den Menschen die Historie näher zu bringen", sagt Rainer Valder. Dem Geschichtsverein Hürtgenwald gehören 130 Mitglieder an, darunter sind etwa 20 Ehrenamtler, die sich mit dem Museumsthema intensiv befassen. Valder: "Wir ernten für unsere Arbeit viel Lob. Inzwischen besuchen viele tausend Menschen aus der ganzen Welt im Jahr unsere Ausstellung und immer wieder erhalten wir neue Exponate von Personen, die das schätzen, was wir hier machen, selbst von ehemaligen US-Opfern. Aber wir ernten auch immer wieder Kritik." Sogar zur Schließung wurde den ehrenamtlich tätigen Trägern des Museums schon geraten. Valder: "Das sehen wir nicht als korrekten Umgang mit der Geschichte an. Die Ausstellung will daran erinnern, dass es eine schreckliche Phase in der Heimatgeschichte gegeben hat, die seinerzeit zwar Hürtgenwald in das Licht der Weltöffentlichkeit brachte, die aber immer mehr in die Vergessenheit gedrängt wird. Aber man kann dies nicht in Vergessenheit sinken lassen, sondern man muss diese Zeit lebendig halten, schon um darzulegen, dass unsere jetzige heile Welt keine Selbstverständlichkeit ist." Natürlich reagieren die Museumsträger auf konstruktive Kritik, die sie umsetzen. Auch Michael Nietan, der zweite stellvertretende Vorsitzende vom Hürtgenwalder Geschichtsverein, ist aktiv innerhalb des Museums tätig. Er ist dankbar über die vielfältigen Kontakte, die die Einrichtung ermöglicht. Michael Nietan: "Es ist für mich eine Art von Versöhnung über den Gräbern. Hier übernehmen wir Verantwortung für unsere Geschichte. Für mich als Berufssoldat fühlt es sich einfach nur wichtig und richtig an, wenn ehemalige US-Veteranen, also Opfer Nazideutschlands, das Museum aufsuchen und für so wichtig empfinden, dass sie ihre eigenen Uniformen aus dieser Zeit dem Museum übergeben." Das große Interesse an der unheilvollen Vergangenheit zeigte sich wieder am vergangenen Sonntag. An diesem Tag öffnete das Museum "Hürtgenwald 1944 und im Frieden" zum ersten Mal in der neuen Saison wieder seine Tür, ebenso konnte der Sanitätsbunker in Simonskal besichtigt werden. Den ganzen Tag über gaben sich einige hundert Menschen aller Altersklassen die Klinke in die Hand. Referenten, unter anderem Referent Dieter Heckmann, führten die Besucher. Mit über 20 amerikanischen Soldaten aus Wiesbaden nahm die US Armee das Museum wahr, ebenso kam von der Bundeswehr Oberstleutnant Frank Böllhoff als Vertreter des Landeskommandos NRW nach Vossenack. Er sagte: "Das Museum ist ein wichtiger Baustein bei der Aufarbeitung der Geschichte in dieser Region." Die Mitglieder des Geschichtsvereins freuen sich inzwischen nicht nur über richtungsweisende Beschlüsse der Verwaltung und der örtlichen Politik, das Museum zu stärken.

Dietmar Nietan (SPD, MdB), Bruder von Michael Nietan, begrüßt die Entwicklung und die Kooperation zwischen den Ehrenamtlern und Experten. Dietmar Nietan MdB: „Die Museumsarbeit ist wichtig, muss aber auch immer in einem Kontext stehen. Das Museum muss Teil einer Gedankenkultur sein und einer differenzierte Betrachtung folgen. Die Einrichtung darf kein Solitär sein, muss sich auf dem heutigen Stand der Forschung befinden und professionelle Kräfte und Ehrenamtler müssen sich mit Respekt begegnen.“ Dietmar Nietan sieht die Einrichtung zum einen als Anlaufpunkt, um zu erinnern, aber auch als Anlaufpunkt für Soldaten und deren Nachfahren, als Ort der Begegnung, um sich mit der Geschichte auseinander zu setzen.

Eventuell könnte innerhalb der kommenden Jahre das Landschaftsmuseum Hürtgenwald Realität werden und das Museum "Hürtgenwald 1944 und im Frieden" dort eine zentrale Rolle spielen.

Das Museum öffnet wie gewohnt im März

Sehr geehrte Besucher,

der Winterumbau im "Museum Hürtgenwald 1944 und im Frieden" ist fast beendet. Es erwartet Sie ein neues Diorama, siehe Bild links.

 

Das Museum öffnet wieder ab 10.03.2019, wie gewohnt, an jedem Sonntag von 11 – 17 Uhr.

Tag des offenen Museums und Sanitätsbunkers

Einladung an alle Geschichtsinteressierten am Sonntag, 10. März 2019

Museum "Hürtgenwald 1944 und im Frieden" und Sanitätsbunker Simonskall wieder geöffnet

Der Geschichtsverein Hürtgenwald e.V. lädt alle Geschichtsinteressierten zu einem Besuch in das Museum ein, damit sich jede interessierte Besucherin und jeder interessierte Besucher ein eigenes objektives Bild von der Ausstellungsqualität und der Professionalität der Referenten machen kann. Unsere ehrenamtlichen Historiker und Referenten werden an dem Tag zahlreich vertreten sein, um alle Fragen kompetent zu beantworten. Kostenlose Gruppenführungen im Stundentakt runden das kostenlose Angebot zum Kennenlernen ab.

 

Nutzen Sie die Gelegenheit, mehr über Ihre Heimat Hürtgenwald und die schrecklichen Ereignisse vor fast 75 Jahren zu erfahren. Wir freuen uns über Ihren Besuch am Sonntag, 10. März 2019, von 11 – 17 Uhr.

 

Der Eintritt ist an diesem Tag kostenfrei!

 

Dieses Angebot richtet sich auch an Mitmenschen, die gerne ehrenamtlich in der Geschichtsforschung mitarbeiten möchten.

Informationsbesuch in Vogelsang

Mitglieder des Museumsteam besichtigen die Ausstellung "Herrenmensch"

Vogelsang iP. Insgesamt besuchten zwölf Mitglieder des Museumsteams und des Vorstandes am 10. Dezember 2016 die sehr sehenswerte und hervorragend gestaltete Ausstellung "Herrenmensch" in der aufwändig umgebauten und sanierten ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang. Der Besuch stand unter dem Motto des alljährlichen Jahresendseminars des Geschichtsvereins mit seinem Museumteam und bot die gute Gelegenheit zum interessanten Meinungs- und Gedankenaustausch. Die Führung durch einen sehr qualifizierten Referenten beantwortete viele Fragen und regte zum Nach- und Weiterdenken, auch für die eigene Ausstellung in Vossenack, an. Manche Mitglieder nutzten nach dem gemeinsamen Mittagessen das schöne Wetter noch für eine offene Führung über das weitläufige Gelände.

8,8-cm-Flak entfernt

Am 25. Juni 2015 wurde die auf drei Jahre befristete Leihgabe eines Sammlers abtransportiert. Damit reagiert der Geschichtsverein auf die Kritik, wonach diese Kriegswaffe zur Luftabwehr (Flugabwehrkanone) im öffentlichen Raum vereinzelt zu Verunsicherungen geführt haben soll.

Wir werden weiterhin sachlich und objektiv über die schrecklichen Ereignisse im Hürtgenwald 1944 informieren, dazu bedienen wir uns natürlich auch weiterhin des entsprechenden Anschauungsmaterials, allerdings in reduziertem Umfang.

Der Eingang zum Museum im Juli 2015
Der Eingang zum Museum im Juli 2015

Dürens Bürgermeister Paul Larue zu Gast

Als ersten Gast zur Saison 2015 konnten wir Dürens Bürgermeister Paul Larue im Museum willkommen heißen. Bürgermeister Larue zeigte sich beeindruckt von der ehrenamtlichen Arbeit unseres hoch engagierten Museumsteams. Den Sanitätsbunker in Simonskall möchte er zu einem späteren Zeitpunkt besuchen.

Waldbrände nach dem Krieg

Ausstellung Waldbrände
Ausstellungsgegenstände der Feuerwehr nach dem 2. Weltkrieg zur Waldbrandbekämpfung