So

02

Feb

2014

Museum im Dialog

Diskutieren Sie mit uns, teilen Sie uns Ihre Anregungen zur Optimierung der Ausstellung mit, sparen Sie aber bitte auch nicht mit Lob, wenn Ihnen danach ist. Wir freuen uns auf einen regen konstruktiven Austausch!

7 Kommentare

Ostersonntag und Ostermontag geöffnet

Unser Museum ist an beiden Osterfeiertagen in der Zeit von 11 – 17 Uhr für Besucher geöffnet. Herzlich Willkommen!

Museum öffnet wieder am 6. März 2016

Am Sonntag, 6. März 2016, um 11 Uhr, öffnet das Museum wieder nach dreimonatiger Winterpause. Während der Schließungsphase wurden einige bauliche Veränderungen in der Ausstellung vorgenommen. Ebenso wurde die Isolation (Wärmedämmung) in der großen Ausstellungshalle optimiert, um so Energiekosten einzusparen. Unsere ehrenamtlichen Vereinsmit-glieder haben dazu mehr als 500 Stunden gearbeitet.

Pressespiegel: Dürener Zeitung vom 04.11.2015

Ansprache zur Ausstellungseröffnung am 01.11.2015

 

Meine sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie alle im Namen des Geschichtsvereins Hürtgenwald e.V. hier im Museum „Hürtgenwald 1944 und im Frieden“ zur Ausstellung „Du sollst nicht töten!“ von Pater Laurentius U. Englisch ofm ganz herzlich begrüßen.

 

Heute ist Allerheiligen, ein christliches Fest, zu dem aller Heiligen gedacht wird – auch solcher, die nicht heiliggesprochen wurden − sowie der vielen Heiligen, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott. Und morgen, an Allerseelen, begeht die römisch-katholische Kirche das Gedächtnis ihrer Verstorbenen. Durch Gebet, Fürbitte, Almosen und Friedhofsgänge gedenken die Menschen aller armen Seelen im Fegefeuer.

 

Kaum zu glauben, vor genau 71 Jahren geschahen hier an dieser Stelle unfassbar schreckliche Gräuel – an Allerseelen 1944 – nasskalte Witterung, kein strahlender Sonnenschein wie heute, arme Seelen erlitten Verwundung, Verstümmelung und Tod. Die Angst war ihr ständiger Begleiter. Menschen töteten Menschen auf grausame und perfide Art und Weise – unmenschlich – Tod und Vernichtung waren allgegenwärtig. Diese allgegenwärtige brutale Gewalt des Krieges machte aus vielen naiven jungen Männern Täter ohne Skrupel – aber sie waren auch Opfer. Die Gewaltherrschaft, der Terror und der Vernichtungskrieg Hitlers tötete ihre Seelen. Eine ganze Generation wurde entmenschlicht.

 

Pater Laurentius Ulrich Englisch gehört zur Erlebnisgeneration, er wurde 1939 im deutschsprachigen Beuthen, Oberschlesien, im katholischen Milieu geboren. Dort, im heutigen Polen, verbrachte er seine Kindheit. 1954 kam er, zusammen mit seiner Mutter und den beiden Geschwistern als damals 15-Jähriger, nach Düsseldorf, wo sein Vater nach fünfjähriger russischer Gefangenschaft mit dem ersten Rücktransport Kriegsgefangener lebte – die Familie fand wieder zusammen. Das Erlebte führte beim Vater als Kriegsteilnehmer zu einer schweren Traumatisierung, durch die erlittenen Qualen war er dem Tod oft näher als dem Leben. Auch im Frieden fand seine arme Seele kaum Ruhe. Diese Erlebnis- und Erfahrungswelt prägte Ulrich Englisch.

 

In Düsseldorf besuchte Ulrich Englisch das Gymnasium. Er trat nach dem Abitur im Jahr 1962 dem Franziskanerorden bei. Der Orden siedelte nach Hürtgenwald-Vossenack um. Ulrich Englisch studierte Theologie in München und besuchte nebenbei Kunstgeschichtsvorlesungen und die Kunstakademie. Von 1970 bis 1975 studierte er dann an der Kunstakademie in Düsseldorf bei den bekannten Professoren Beate Schilf und Joseph Beuys. Dies vollbrachte er neben seinem Wirken als Priester, Lehrer und Erzieher am Franziskus-Gymnasium in Vossenack. In seinem dortigen Atelier entstanden fast alle seine Bilder und Skulpturen. Er lebt bis heute im angeschlossenen Franziskanerkloster in Vossenack.

 

Die hier gezeigte Ausstellung „Du sollst nicht töten!“ rückt das fünfte Gebot besonders in den Fokus der Betrachtung, weil es aktueller denn je ist. Überall auf der Welt werden Menschen zu Opfern von Terror und Gewalt, die Flucht dieser armen Seelen und die damit verbundene Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Freiheit ist nur allzu verständlich. Pater Laurentius‘ Bilder zeigen uns die schonungslose Wahrheit über die Sünden der Menschen – nicht nur im „Damals“ – sie wollen uns – „im Heute“ – zum Nachdenken anregen.

Pater Laurentius nimmt sich in seinen Kunstwerken die Freiheiten, um in einem demokratischen und für den Betrachter anstrengenden und schmerzhaften Prozess über die bildnerische Ansprache verirrte und verletzte Seelen zu Glück und Heil zu führen.

Von seinen Werken sagt er selbst, sie seien Deutebilder aber ihre zentrale Aussage sei immer die Einheit von Kunst, Religion und Leben. Durch ihren Ausdruck sollen sie dem Menschen die frohe Botschaft näher bringen und Trost spenden, sollen helfen, den Sinn des Lebens zu erkennen und das Leben froh anzunehmen.

Das Thema des 2. Weltkrieges und der unheilvollen Ideologie, die zu millionenfachem Leid geführt hat, ist sehr sensibel zu betrachten und bedarf eines umsichtigen und verantwortungsvollen Umgangs. Der Geschichtsverein Hürtgenwald e.V. sieht sich in einer besonderen Verantwortung zum Erhalt der Erinnerungskultur an dieser historischen Stelle in Hürtgenwald. In diesem Haus finden Sie die Dokumentation der Ereignisse mit dem Themenschwerpunkt der sogenannten „Allerseelenschlacht“, die am 2. November 1944 ihren Anfang fand und bis Februar 1945 andauerte.

 

Das Gedenken daran berührt schmerzliche Erfahrungen und erinnert an bedrückende, elende Jahre. Dies darf niemals in Vergessenheit geraten, sondern diese Zeit muss in unserem Bewusstsein lebendig gehalten werden, schon um darzulegen, dass unsere jetzige „heile“ Welt keine Selbstverständlichkeit ist, sie steht auf tönernen Füßen, wie uns die Weltereignisse täglich vor Augen führen. Die Generation unserer Mütter und Väter wird bald nicht mehr unter uns sein, Zeitzeugen werden nicht mehr davon berichten können, deshalb ist es wichtig, ein möglichst authentisches und objektives Bild der Ereignisse als stumme Zeitzeugen zu erhalten. Diese Dokumentationsstätte muss immer erhalten bleiben.

 

Die Allerseelenschlacht am 2. November 1944 ist Wirklichkeit gewesen – genau vor 71 Jahren an diesem Ort. Sie gehört deshalb uneingeschränkt zur Vergangenheit unseres Ortes und unseres Lebens.

 

Gedenken wir aller armen Seelen – trauern wir uns sie. Mahnen wir zum friedvollen Miteinander unter den Völkern mit all seinen Seelen.

 

Rainer Valder, 1. Vorsitzender

Geschichtsverein Hürtgenwald e.V.

 

Hürtgenwald, 1. November 2015

v.l.: Landrat Wolfgang Spelthahn, Vorsitzender Rainer Valder, Pater Laurentius U. Englisch, Kunstexpertin Johanna Malich und Bürgermeister Axel Buch, Foto: Patrick Symma
v.l.: Landrat Wolfgang Spelthahn, Vorsitzender Rainer Valder, Pater Laurentius U. Englisch, Kunstexpertin Johanna Malich und Bürgermeister Axel Buch, Foto: Patrick Symma

Kunstausstellung "Du sollst nicht töten!"

Eines der zehn Gebote "Du sollst nicht töten" ist aktueller denn je. Überall auf der Welt werden Menschen zu Opfern von Gewalt und Terror. Der Künstler und Franziskanerpater Laurentius U. Englisch ofm offenbart dem Betrachter durch seine Deutebilder die schonungslose Wahrheit über die Sünden der Menschheit.

Zur Ausstellungseröffnung ist der Künstler anwesend, die Ausstellung ist zu sehen vom 1. bis 29.11.2015, sonntags von 11 bis 17 Uhr.

Zehn neue Audio-Guides deutsch/englisch

Hörprobe "Begrüßung" Audio-Guide Station 1
1 Deutsch.mp3
MP3 Audio Datei 3.1 MB

Im Museum sind ab sofort zehn Audio Guides (deutsch/englisch) im Einsatz, die vor geraumer Zeit vom RWE gestiftet worden sind.
Das Foto zeigt Projektleiter Christoph Nelles, der mit seinem Team in mehrmonatiger ehrenamtlicher Arbeit das Projekt zum Erfolg geführt hat. Sprecher ist Mitglied Thomas Will.

Herzlichen Dank allen Beteiligten!

Besucher aus sechs Nationen zu Gast

Die Besuchergruppe mit Albert Trosdorf (Mitte)
Die Besuchergruppe mit Albert Trosdorf (Mitte)


Am Samstag, 30. Mai 2015, haben unser Museum rund 40 Teilneh-merinnen und Teilnehmer aus sechs Nationen besucht. Darunter waren auch US-Veteranen des 2. Weltkriegs mit ihren Angehörigen. Die Reise-gruppe bestand aus Menschen ganz unterschiedlichen Alters und Lebensläufen. Organisiert wurde die zweitätige Exkursion an die Kriegs-schauplätze des Zweiten Weltkriegs im Hürtgenwald durch unser Mitglied Albert Trosdorf, Ortsvorsteher von Merode, der über weitreichende gute und freundschaftliche Kontakte in die USA verfügt. Die Besucherinnen und Besucher wurden durch unser Museumsteam freundlich empfangen, durch die Ausstellung geführt und mit Kaffee und Erfrischungsgetränken versorgt. Nach gut zwei Stunden setzten sie ihre Tour dann fort.

92-jähriger US-Veteran gern gesehener Gast

Paul Schuhmacher (2. v.l.) mit Ehefrau und Vertretern des Museumsteams am 8. März 2015
Paul Schuhmacher (2. v.l.) mit Ehefrau und Vertretern des Museumsteams am 8. März 2015

Der Veteran Paul Schuhmacher, 92 Jahre, aus Selmer, Tennessee USA, besuchte am Sonntag, 08.03.2015, wieder einmal unser Museum. Paul Schuhmacher kam mit 21 Jahren als Soldat in den Hürtgenwald.

Er war Angehöriger des 39. Infanterieregimentes der 9. US-Infanterie-division und nahm unter anderem an den Kämpfen im Hürtgenwald im Oktober 1944 teil.

 

Durch die Vermittlung von Albert Trostorf fand Paul Schuhmacher vor einigen Jahren den Weg in unser Museum. Daraus entstand in den letzten Jahren zwischen Paul Schuhmacher und dem Museum eine gute Beziehung, so dass bei den beinahe jährlich stattfindenden Reisen nach Deutschland der Hürtgenwald und das Museum immer mal wieder als Reiseziel eingeplant werden.

Als eine Besonderheit aus dem Kontakt mit Paul Schuhmacher, als langjähriges Mitglied und amtierenden Präsident der Verteranen-organisation der 9. US Infantriedivision und Albert Trostorf ergab es sich, dass dem Museum einige persönliche Uniform- und Ausrüstungsteile aus dem Besitz verschiedener US-Familien dem Museum als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurden. Diese Teile werden in einer gesonderten Vitrine im Haus gezeigt.

Paul Schuhmacher steht bei seinen Aufenthalten den Besuchern des Museums gerne Rede und Antwort, um über seine Erlebnisse während der Kämpfe im Hürtgenwald zu berichten. So auch dieses Mal wieder, als während eines kleinen Empfanges im Museum, unter anderem im Beisein des WDR, viele Fragen an den Veteranen gestellt wurden.

Nach zwei Stunden endete dann auch schon wieder sein diesjähriger Besuch im Museum. Alle Anwesenden waren tief beeindruckt von der Vitalität und Auskunftsfreudigkeit dieses Mannes. Paul Schuhmacher sprach davon vielleicht 2016 wieder zu kommen.


Wir würden uns sehr freuen ihn bald wieder als Gast begrüßen zu können.

Museum Hürtgenwald 1944 und im Frieden

Herzlich Willkommen!

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Dokumentations-Ausstellung

in Hürtgenwald-Vossenack.

Zur Erinnerung und Mahnung wird mit Dokumenten, Fotos und mit militärischen Exponaten als materielle Zeitzeugen, die nach dem Weltkrieg durchweg im Hürtgenwald gefunden wurden, in dieser Ausstellung "Die Allerseelenschlacht des Jahres 1944 und ihre Folgen" über die unselige Phase der Heimatgeschichte von Hürtgenwald berichtet.

Diese Schlacht nahm Tausenden jungen Menschen ihre Zukunft; sie zerstörte Dörfer, das Land, die Wälder; sie brachte der Bevölkerung Leid und Schaden.

Eine neue interessante Ausstellung befasst sich mit den Ereignissen der verheerenden Waldbrände nach dem 2. Weltkrieg im Hürtgenwald und mit der Evakuierung der Zivilbevölkerung.

Museum Hürtgenwald 1944 und im Frieden im Sommer 2012
Museum Hürtgenwald 1944 und im Frieden im Sommer 2012

Vernissage am Sonntag, 14. Juli 2013, 11.30 Uhr

Ausstellungsplakat Ulrich Kloth
Ausstellungsplakat Ulrich Kloth